Aktuelles

Antje Grothus zum Jahrestag der Räumung im Hambacher Wald

In einer persönlichen Rede auf der Pressekonferenz anlässlich des Jahrestags der Räumungsaktion im Hambacher Wald am 13. September 2018 hat Antje Grothus (Initiative Buirer für Buir) ihrer Betroffenheit und ihrer Enttäuschung über das Verhalten der Landesregierung Ausdruck verliehen. Ihre Rede im Wortlaut:

Ein Jahr danach

Die Proteste gegen die Räumung und drohende Rodung des Hambacher Forstes für den Kohleabbau durch den Energiekonzern RWE vor einem Jahr mobilisierten Zehntausende und haben erfolgreich mit dazu beigetragen, den alten Wald bisher vor der Rodung zu schützen.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz zum Jahrestag der Räumung bekräftigen unterschiedlichen Akteure der Klimabewegung ihre Forderungen nach einer schnellen Aufklärung , und zum Schutz des alten Waldes, vor allem durch einen umgehenden Baggerstopp.

Greenpeace-Studie zum Hambacher Wald

Wissenschaftler der Universität Eberswalde und vom Potsdam Institut für Klimaforschung haben im Auftrag von Greenpeace den Zustand des Hambacher Waldes untersucht und kommen zu einem erschreckenden Ergebnis.

RWE will weiter sümpfen

Die RWE Power AG  hat eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Fortsetzung der Entnahme und Ableitung von Grundwasser für die Entwässerung des Tagebaus Hambach im Zeitraum 2020 – 2030 bei der zuständigen Bezirksregierung Arnsberg beantragt (https://www.bezreg-arnsberg.nrw.de/bekanntmachungen/2019/06/19_06_22_rwe_tagebau_hambach/bekanntmachung.pdf).

Klimawandel und die Folgen

In einer beeindruckenden Rede zum Abschluss des 24. Deutschen Präventionstags in Berlin im Mai 2019 hat die Tiefseeforscherin Prof. Dr. Antje Boetius (Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung) über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Polarregion und die weltweiten Folgen referiert.

Waldschäden durch Trockenheit

Die jahrelangen Sümpfungsmaßnahmen am Tagebau durch RWE sowie die extremen Hitzewellen im letzten und auch in diesem Jahr verbunden mit nur geringen Niederschlagsmengen in der Zeit dazwischen haben dem Hambacher Wald massiv zugesetzt.

Arnoldus-Preis - Weshalb?

So wie Arnold von Arnoldsweiler vor 1200 Jahren der Legende nach die Bürgewälder - fälschlicherweise meist Hambacher Forst genannt -  für die Menschen in der Region vor dem Zugriff der Mächtigen rettete, so soll dieser Preis auf jene Bemühungen aufmerksam machen, die den Wald heute vor sinnloser Zerstörung durch eine unzeitgemäße Energiepolitik und kurzsichtigen Interessen schützen.

Rote Linie gegen Bagger

Am Wochenende stellten sich erneut hunderte Menschen in einer Roten Linie gegen einen Bagger von RWE, der sich bis auf weniger als 100 Meter an den Hambacher Wald herangefressen hat.

Wald und Dörfer retten

 Der BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen und andere Organisationen, darunter auch die Initiative Buirer für Buir, haben einen Appell an Umweltministerin Schulze, Wirtschaftsminister Altmaier sowie die Ministerpräsidenten Laschet, Woidke und Kretschmer gerichtet, die Empfehlungen der Kohlekommission konsequent umzusetzen, den Kohleausstieg unverzüglich zu starten und ein Umsiedlungsmoratorium durchzusetzen. Den Appell findet man unter https://www.bund-nrw.de/themen/braunkohle/aktiv-werden/wald-und-doerfer-retten/#c12635 und kann ihn auch dort unterzeichnen.

 

Dokumentarfilm "Rote Linie"

Vor einigen Tagen ist der Dokumentarfilm "DIE ROTE LINIE. Widerstand im Hambacher Forst" von Karin de Miguel Wessendorf in die Kinos gekommen. Seit 2015 hat die Filmemacherin den Widerstand im und um den Hambacher Wald begleitet und dokumentiert. Der Film läuft zur Zeit bundesweit in vielen Kinos. Am Dienstag, 11.6. um 20.15 Uhr gibt es im Capitol Kino in Kerpen eine Sondervorführung in der Reihe Filmfenster mit anschließendem Filmgespräch (u.a. mit einigen Protagonisten).

Informationen zum Film, Kinotermine und einen Trailer findet man unter https://mindjazz-pictures.de/filme/die-rote-linie-widerstand-im-hambacher-forst/.

 

Fünfte Rote Linie unter dem Motto „Wald und Dörfer bleiben!“
1.200 Teilnehmer*innen bei politischem Muttertag und Waldspaziergangsjubiläum an der Tagebaukante Hambach

Morschenich/ Kerpen-Buir. 12.05.2019. Zwischen dem Hambacher Wald und den nur noch in ca. 100 Metern Abstand stehenden Braunkohlebaggern des Konzerns RWE protestierten heute erneut ca. 1.200 rot gekleidete Klimaschützer*innen mit einer aus Menschen geformten „Roten Linie“ für den dauerhaften Erhalt des Waldes sowie den Schutz der bedrohten Dörfer. Anlass dieser mittlerweile fünften Roten Linie war das fünfjährige Jubiläum der Waldspaziergänge, aber auch das weiterhin provozierende Vorgehen des Kohlekonzerns RWE.

Transmediales Storytelling zum Hambacher Wald

Studierende der Fachhochschule Dortmund haben sich im Wintersemester2018/19 in einem Seminar unter Leitung des Dokumentarfotografen Prof.Dirk Gebhardt mit der Problematik rund um den Hambacher Wald beschäftigt. Ein Projekt befasste sich unter dem Titel "Heimatwechsel" mit dem Thema Umsiedlung.

Dank an Greta

Bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" hat Greta Thunberg ihren Preis denjenigen gewidmet "die den Hambacher Wald schützen und den Klimaaktivisten, die dafür kämpfen fossile Energieträger in der Erde zu lassen, überall". In einem Statement an die Presse hat sich Antje Grothus für diese Wertschätzung bedankt.

Mediation im Konflikt um die Kohle ist unentbehrlich

Anlässlich des zerstörerischen Einsatzes von RWE und Polizei im Hambacher Wald am Montag und Dienstag dieser Woche appelliert Antje Grothus, Mitglied der Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“  und der Initiative Buirer für Buir, in einer Stellungnahme an die Landesregierung, vermittelnd in den Konflikt um Kohle, Wald und Dörfer einzugreifen.

Tausende bei Sternmarsch "Alle Dörfer bleiben"

Mehr als dreitausend Menschen beteiligten sich am Samstag am Sternmarsch "Alle Dörfer bleiben" nach Keyenberg, um für den Erhalt der Dörfer am Tagebau Garzweiler zu demonstrieren, die noch immer von der Zerstörung durch den Tagebaubetreiber RWE bedroht sind. Von sieben betroffenen Orten in der Umgebung machten sie sich zu Fuß auf den Weg. Hinzu kamen drei Fahrradschweife.