Buirer SchnüssUnter dieser Rubrik wollen wir in loser Folge Meinungsäußerungen von Buirer Bürgern zum gesamten Themenkompex um rund um Autobahn und Tagebau, aber auch zu anderen Buir betreffenden Themen veröffentlichen. |
| Manheim siedelt um – Buir muss bleiben In dem Bericht über die Unterzeichnung des Manheim-Vertrages wurde besonders deutlich hervorgehoben, dass Rat und Verwaltung der Stadt Kerpen stets geschlossen hinter den Manheimern gestanden hätten und in harten Verhandlungen mit RWE z.B. höhere Entschädigungen für die Immobilien durchgesetzt hätten. Es versteht sich von selbst, dass die vom übermächtigen Bergbaubetreiber malträtierten Menschen nicht alleine gelassen werden dürfen. Deshalb ist es geradezu die Pflicht der gewählten Volksvertreter und der Kommune sich für die Betroffenen ins Zeug zu werfen. Jetzt ist der Vertrag unterzeichnet und „die Manheimer“ warten auf den Startschuß – sprich: Umsetzung des Braunkohleplans durch den Landtag. Ja, die Manheimer Nachbarn könnten es schon bald „hinter sich haben“ – teils mit lachendem, teils mit weinendem Auge. Immerhin eine Entschädigung, ein Neuanfang, ein neuer Standort; aber zu einem hohen Preis: die Zerstörung ihres 1000jährigen Dorfes, ihrer Heimat. Während also Neu-Manheim relativ unbehelligt werden wird von der verlegten A4, der verlegten Hambachbahn und dem zukünftigen Tagebaurand muss Buir bleiben wo es ist. Die Bewohner müssen die sechsspurige Autobahn in Wurfweite Ihrer Terrassen ertragen, die megaschweren Kohlezüge und die viergleisige Bahnstrecke unmittelbar daneben: Eine in Deutschland noch nicht da gewesene Bündelung von Verkehrswegen. Später ergänzt durch den bis auf etwa 400 Meter heranrückenden Tagebau mit Grubenrandstraße und Hochspannungsleitungen. Alle möglichen Immissionen -Lärm, Staub, Feinstaub, Licht-, der Verlust der Wälder und anderer Naherholungsflächen sowie den Wertverlust der Immobilien gefährden die Gesundheit und beeinträchtigen die Lebensqualität der ausharren müssenden Bevölkerung. So richtig es ist, dass Rat und Verwaltung der Stadt Kerpen die Manheimer nach Kräften unterstützt haben, umso mehr sind sie in Buir gefordert. In zäher Entschlossenheit und harten Verhandlungen müssen den Verursachern dieses Lebensqualitätsverlustes, nämlich RWE und Straßen. NRW, (freiwillige) Leistungen abgerungen werden. Jede Grünfläche und jeder Freizeitweg, die infolge der Baumaßnahmen verloren gehen, müssen ortsnah ersetzt werden. Zusätzlicher Staub-und Lärmschutz, Messstationen, Gutachten - einfach alles, was geeignet ist, die horrenden Beeinträchtigungen zu minimieren, muss hartnäckig gefordert und erreicht werden. Denn wir sitzen buchstäblich in der Falle! Bundesverwaltungs- und Bundesverfassungsgericht haben uns ihre Mithilfe verweigert. Ich erwarte von den verantwortlichen Politikern und Verwaltungsbeamten, aber auch von den Verursachern, dass sie sich für die Belange der Buirer Bevölkerung „doppelt und dreifach ins Zeug legen“. Tut mehr, als nur Eure Pflicht! Setzt Euch für uns ein als ob Ihr selbst hier leben würdet/müsstet! Leserbrief von Erhard Georg zur Berichterstattung über die Unterzeichnung des Manheim-Vertrag im Kölner Stadt-Anzeiger vom 09.02.2011 |
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Zum Schluss hauchte sie mir leise zu, Auszug aus der Karnevalsrede von Josef Schmitz, gehalten bei der Karnevalssitzung der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) 2009 in Buir. |
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| Dat bronge Jold wolle die nur han Dofür widd uns`re schöne Wald schnell affjeholz Wat jeit he aff, Mensch, wat fangen die he aan ? Dat es os Heimat, dodrop semmer doch su stolz Finger fott, mir wolle he kee Loch ! Et es noch netz o spät, mer wehren uns immer noch. Refr. Dä janze Stöbb, da baal bei os om Brütche litt, is nur der Vürjeschmack, für dat wat mer von dänne kritt. Un och der Krach, der määt ons irjendwann ech krank. Rheinbraun wir hassen Dich, für alles, schöne Dank. Kohle, Ihse un Autobahn krieje mer jetz he für de Naas verlaat Och Haas un Wildsäu, die sin ald dran, han bes dä Bagger kütt, et Seeperdche` jemaat Finger fott, mir wolle kene Dreck. Mir bruche net, wat onger oser Heimat steck. Refr. Dä janze Stöbb, da baal bei os om Brütche litt, is nur der Vürjeschmack, für dat wat mer von dänne kritt. Un och der Krach, der määt ons irjendwann ech krank. Rheinbraun wir hassen Dich, für alles, schöne Dank. Im Läve hät mer schon reichlich Dress am Hoot; jetz hammer och noch üch, et is jetz langsam joot Ich glööv, mer schicken üch met dämm schöne Loch, wigg fott no Absurdistan wem allernächste Zoch Finger fott, Ihr hat bei os keen Chance Ihr glöövt doch net, mir hödde für üch Angs "Ludwich" (Buirer Band) |
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| Ballade vom Verlassenen Dorf Ich weiß nicht was soll es bedeuten dass ich so traurig bin, eine Botschaft aus Vorweihnachtszeiten die geht mir nicht aus dem Sinn. Wir fürchten am Ende ereilen uns Feinstaub und der Wahn, das haben uns mit ihrer Botschaft die "Volksvertreter" von Kerpen (M.Sieburg) angetan. Ihr Buirer nun schweigt mal fein stille man hört die Bagger sonst nicht schluckt endlich die bittere Pille, sonst löscht RWE euch das Licht. Glaubt nicht ihr könnt was gewinnen Kein Mensch glaubt mehr daran, das Geld Für eine Klage wurde gestrichen, dies haben Die "Volksvertreter" von Kerpen (M.Sieburg) getan. Warum nur haben wir der Stadt vertraut Und unser Häuschen in Buir gebaut. Die sind heut keinen Pfifferling wert, die Stadt sich einen Dreck darum schert. Wollten sie nur die Grundstückssteuer, was ist die Stadt für ein Ungeheuer, uns zu nehmen die Lebensfreude wir sind eben nur kleine Leute. Was ist das nur für eine Politik Wir nennen es Verdummung ohne Geschick. Denn denken wir an RWE Power Überkommt uns ein eiskalter Schauer. Die Stadt Kerpen wirft uns zum Fraße vor, wir sind gefangen und haben kein Tor, durch dieses einfach davon zu laufen, denn keiner will unsere Häuser hier kaufen. Wir geben nie auf, lassen nichts seinen Lauf. Noch nicht abgefahren ist "d,r Zooch" das verkünden die Bewohner vom Obersten Bruch. Oder ihr schüttet unsere Häuser zu - dann hat die Stadt und RWE Power vor uns Ruh! Sigrid Herden |
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Mein Bauer schuftet an der Flies, Auszug aus der Karnevalsrede "Ein Knecht" von Josef Schmitz, gehalten bei der Karnevalssitzung der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD) 2008 in Buir. |